Montag, 20. Juni 2011

Aufnahmegeschwindigkeit von Wasser und Sportgetränken

Oft stellt sich die Frage, was denn nun schneller vom Körper aufgenommen wird: Wasser oder Sportgetränke. Die Aufnahmedauer von Wasser und von Sportgetränken unterscheidet sich nur geringfügig. Wasser kann über Resorption der Darmschleimhaut innerhalb weniger Minuten (<8) vom Körper aufgenommen werden. Dies kann durch markiertes Wasser messbar gemacht werden. Kohlenhydrate, welche den Hauptbestandteil von Sportgetränken darstellen, können in weniger als zehn Minuten vom Körper aufgenommen und als Energiequelle genutzt werden. Messbar wird dies dadurch, dass schon nach etwa fünf Minuten ein Anstieg des Blutzuckerspiegels zu messen ist. Höchste BZ-Werte werden nach 15-30 Minuten erreicht. 
Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Aufnahmegeschwindigkeit von vielen Faktoren abhängen kann. Es gibt unter anderem große interindividuelle Unterschiede. Weiterhin ist die Art der Belastung entscheidend. Ein Läufer kann die aufgenommene Trinkmenge schlechter verarbeiten als ein Radfahrer. Begleitende Nährstoffe wie Fette und Eiweiße oder gar Alkohole können zusätzlich zu einer verlängerten Magenpassage führen. Auch die Trinkmenge, also die Portionsgröße, spielt eine wesentliche Rolle. Es sollte darauf geachtet werden, dass in kleinen Portionen getrunken wird, um eine schnelle Aufnahme zu erreichen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es keine exakte Minutenangabe geben kann. Richtwerte können aber helfen, klug und vorausschauend zu trinken und so Wettkämpfe ohne große Dehydrierung zu bestehen.

Montag, 23. Mai 2011

Vom tierischen Muskel zum menschlichen Muskel

Täglich essen wir. Manche mehr, manche weniger. Aber wie funktioniert der Umbau von tierischem Muskel zu menschlichem Muskel? Hier ein vereinfachter Ablauf der Umwandlung:

Im Mund

Das Fleisch wird im Mund durch Kauen und mit Hilfe von Speichel zu einer zähflüssigen Masse zerkleinert.  

Nach dem Schlucken

Der Brei läuft dann die Speiseröhre entlang und sammelt sich schließlich im Magen. Dort sorgen Enzyme dafür, dass die Proteine in ihre Einzelteile, die Aminosäuren, zerlegt werden. 
Nun werden die kleinsten Aminosäureteilchen ins Blut abgegeben, um schließlich über die Blutbahn zu den Muskeln zu gelangen, welche die Bausteine benötigen.

Im Blut

Die Aminosäuren werden durch sogenannte Kapillaren in die Muskulatur überführt. Dort werden sie zur Reparatur von Mikroverletzungen, wie sie beim Krafttraining entstehen, benötigt. War der Trainingsreiz und die sportspezifische Ernährung optimal, wächst der Muskel.


Mittwoch, 18. Mai 2011

Ans Essen denken

Denken Sie, bevor Sie das nächste Mal an den Kühlschrank gehen, an ihre vorherige Mahlzeit. Britische Wissenschaftler konnten in einer Studie feststellen, dass Personen durch diesen Trick ca. 25% weniger aßen als Personen, die nicht an ihre letzte Mahlzeit dachten. Gerade für Menschen, welche ihre Nahrungsaufnahme besser kontrollieren wollen, ist dieser Trick ideal. Es ist einfach. Probieren Sie es aus!

Mittwoch, 4. Mai 2011

Ernährungsprotokoll

Wer weiß, was er is(s)t, is(s)t bewusster und gesünder. Schreiben Sie eine Woche lang die Lebensmittel auf, welche Sie konsumieren. So werden Essfallen schnell sichtbar.


                                             Ernährungsprotokoll



Mahlzeit

Lebensmittel / Getränke*


Menge**


Frühstück










Snack








Mittagessen










Snack





Abendessen





Snack




*     Möglichst genau Angaben ( Fettanteil bei Milch, Käse / Art bei Brot, z.B.:    
       Vollkornbrot)

**   Z.B.: Tasse, Scheibe, Stück, handvoll, Portion, Glas, Esslöffel, etc.

Sonntag, 10. April 2011

Ständige Proteinzufuhr gewährleistet Muskelwachstum und -erhalt

Französische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man maximale Muskel-Zuwachsraten erzielen kann, indem man über den Arbeitstag verteilt alle 30 Minuten eine kleine Menge eines Proteinshakes trinkt, der insgesamt etwa 30g Proteine enthält. Hier eine genauere Trinkanleitung:

Schritt 1

Mixen Sie sich einen Proteinshake mit etwa zwei Esslöffeln Proteinpulver und einem halben Liter Milch (fettarm). 

Schritt 2

Nippen Sie alle halbe Stunde an Ihrem Shake, sodass er nach 6-8 Stunden aufgebraucht ist.

Schritt 3

Zu jedem Schluck Proteinshake trinken Sie ein kleines Glas Leitungs- oder Mineralwasser. So ist gleichzeitig gewährleistet, dass Sie auch genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Das ständige Nippen sorgt dafür, dass Sie immer eine kleine Portion muskelaufbauender Proteine im Blut haben.
Achten Sie zudem darauf, dass Sie zum Frühstück und auch zum Abendessen immer genug Proteine (Portionsgrößen von max. 30g, da mehr Protein vom Körper nicht pro Mahlzeit aufgenommen werden kann) zu sich nehmen. 
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten am Tag mind. 0,8g Eiweiß pro kg Körpergewicht zugeführt werden. Betreiben Sie Krafttraining, können Sie auf 1 - 1,2g Eiweiß pro kg Körpergewicht aufstocken.
Ihre Muskeln werden es Ihnen danken.

Donnerstag, 31. März 2011

Vorsicht vor verstecktem Zucker

Zucker kommt in den meisten industriell hergestellten Lebensmitteln vor. Betrachtet man die Zutatenliste des Lebensmittels, so meint man schnell feststellen zu können, ob es Zucker enthält oder nicht. Doch Zucker  kann sich auch hinter anderen Begriffen verstecken. Hier sind einige Zuckerarten, in denen das Wort „Zucker“ nicht vorkommt:

- Dextrose
- Fruktose
- Laktose
- Saccharose
- Galactose
- Sirup
- Honig
- Malz
- Maltodextrin
- Raffinade
- Stärke
- Melasse
- Fondant
- Karamell 

Mittwoch, 30. März 2011

Gerätetraining und der Alltagsnutzen

Eine Zusammenstellung der im Alltag hauptsächlich benötigten Muskulatur:


1.      Schulter & Armmuskulatur

Gerät
Muskulatur
Alltagsnutzen
Brustpresse

Pectoralis major, Deltoideus,
Triceps Brachii
- Schieben des Autos
- Zudrücken einer Tür
Ruderzug

Latissimus Dorsi, Deltoideus, Biceps Brachii,
Trapezius, Rhomboideen
- Heben einer Last
Latzug

Latissimus Dorsi, Biceps Brachii, Trapezius
Rhomboideen

- Alle Arbeiten die über
Kopf ausgeführt werden
Schulterpresse

Deltoideus, Triceps Brachii

- Alle Arbeiten die über
Kopf ausgeführt werden
- Decke streichen
- Sachen aufhängen (Überkopf)
Reverse Butterfly

Deltoideus, Trapezius, Rhomboideen

- Aufrechte Haltung
- Sicherung der Wirbelsäule (Verletzungsvorbeugung)
Klimmzug

Latissimus Dorsi, Rhomdoideen, Biceps Bachii,
- Heben einer Last

Dips

Pectoralis Major, Deltoideus, Triceps Brachii
- Aufstehen mit Abstützen vom Tisch



2.      Rumpf und Beckenmuskulatur

Gerät
Muskulatur
Alltagsnutzen
Hüftpendel

Extension: Gluteus Maximus
Flexion: Iliopsoas

- Stabilisieren und verbessern
des Gangbildes
- Schutz vor Stürzen
Rotationsmaschine
Obliquus Externus Abdominis, Obliquus Internus Abdominis,
Erector Spinae
- Aufrechter Gang
- Sämtliche Drehbewegungen
- Schulterblick im Auto
Rückenstrecker

Erector Spinae, Gluteus Maximus, Ischiocrurale Muskulatur
- Aufrechter Gang
- Aufrichten nach dem
Bücken
Bauchmaschine

Rectus Abdominis, Obliquus Externus Abdominis, Obliquus Internus Abdominis, Iliopsoas, Rectus Femoris
- Aufstehen vom Bett oder Sofa



3.      Beinmuskulatur

Gerät
Muskulatur
Alltagsnutzen
Beinpresse

Quadrizeps Femoris, Gluteus Maximus, Ischiocrurale Muskulatur (Oberschenkelrückseite), Erector Spinae
- Treppensteigen
- Skifahren / Snowboardfahren (Sicherung der Knie) 
- Fahrrad fahren
Beinstrecker

Quadrizeps Femoris
- Treppensteigen
- Skifahren / Snowboardfahren
- Fahrrad fahren
Beinbeuger

Ischiocrurale Muskulatur, Gastrocnemius

- Treppensteigen
- Allgemein besseres Gangbild
- Sicherung vor Stürzen
Adduktion
Adduktorengruppe
- Skifahren / Snowboarden
Wadenheben

Gastrocnemius, Soleus

- Verbessertes Gangbild
- Treppensteigen
- Auf Zehensitzen stehen

nach Stephan Geisler, DSHS